60 MC-Übungsfragen

 

 

 

 

 

Teil I: 30 Fragen zu den Themen

Blut / Herz / Kreislauf / Verdauung

            mit nachfolgenden Lösungen

 

 

 

 

 

1.      Der systolische Blutdruckwert

 

  1. ist in dem Augenblick hörbar, in dem der Manschettendruck höher als der Blutdruck ist
  2. ist hörbar, wenn der Manschettendruck niedriger als der Blutdruck ist (entspricht also damit dem Amplitudenwert)
  3. ist in dem Augenblick hörbar, in dem eine erste Pulswelle unterhalb des Manschettendruckes erscheint
  4. sollte nicht über 100 mmHg liegen
  5. sollte nicht unter 100 mmHg liegen

 

A)    1 + 5

B)    1 + 4

C)    2 + 5

D)    3 + 5

E)    nur 3

 

 

2.      Durch Vermeiden von Zusalzen und durch Weglassen salzreicher Lebensmittel läßt sich die tägliche Kochsalzmenge in der Kost z.B. eines Hochdruckkranken reduzieren auf:

 

A)    ca 5 mg pro Tag

B)    ca 50 mg pro Tag

C)    ca 500 mg pro Tag

D)    ca 5 g pro Tag

E)    ca 15 mg pro Tag

 

 

3.      Im Serum eines Patienten mit der Blutgruppe 0 agglutinieren die Erythrozyten eines Spenders mit der Blutgruppe

 

  1. A
  2. B
  3. AB

 

A)    alle sind richtig

B)    1 + 2

C)    1 + 3

D)    2 + 3

E)    nur 3

 

 

4.      Jeder Mitarbeiter medizinischer Berufe sollte die Symptome eines akuten Kreislaufstillstandes kennen, nämlich

 

  1. Pulslosigkeit der großen Gefäße, z.B. der Karotis
  2. Bewußtlosigkeit, einsetzend etwa 1 Minute nach Kreislaufunterbrechung
  3. graue Hautfarbe, kalter Schweiß, Schnappatmung (vor dem Atemstillstand)
  4. enge reaktionslose Pupille, nach etwa einer Minute
  5. Atemstillstand, etwa 15-30 Sekunden nach Kreislaufstillstand

 

A)    alle sind richtig

B)    1 + 2 + 3 + 4

C)    1 + 2 + 3 + 5

D)    1 + 2 + 5

E)    1 + 3 + 5

 

 

5.      Welche Komplikationen sind im Gefolge eines Herzinfarktes zu erwarten?

 

1)     Rhythmusstörungen

2)     ein paralytischer Ileus

3)     eine Herzinsuffizienz

4)     AV-Blockierungen

5)     Harnwegsinfekte

 

A)    1 + 3 + 5

B)    1 + 3 + 4

C)    2 + 3

D)    3 + 4

E)    alle sind richtig

 

 

6.      Die rheumatische Karditis

 

1)     ist eine Infektionskrankheit

2)     ist eine verzögerte hyperergisch-allergische Reaktion auf Streptokokkenantigene

3)     wird durch unbekannte Viren hervorgerufen

4)     wird auch Endokarditis lenta genannt

5)     kann alle Schichten der Herzwand betreffen

 

A)    1 + 3 + 5

B)    2 + 4

C)    2 + 4 + 5

D)    1 + 2 + 3

E)    2 + 5

 

 

7.      Ein akuter schwerer Blutverlust verursacht zunächst

 

A)    Abfall des Serumeisenspiegels

B)    Anstieg der Retikulozyten

C)    Hämoglobinabfall

D)    Anstieg der Pulsfrequenz

E)    Anstieg des systolischen Blutdruckes

 

 

8.      Welche Aussagen sind falsch?

 

1)     Eine Appendizitis kann durch Kotsteine oder Wurmeier entstehen

2)     Bei einer akuten Appendizitis drohen Perforation und Peritonitis

3)     Charakteristisch für die Appendizitis ist die lange Krankheitsdauer und das Fieber

4)     Bei alten Leuten sind die Symptome einer Appendizitis besonders ausgeprägt

5)     Bei Jugendlichen könnte man bei Appendizitisbeschwerden auch an einen Morbus-Crohn-Schub denken

 

A)    1 + 2

B)    3 + 4

C)    3 + 4 + 5

D)    3 + 5

E)    1 + 3 + 5

 

 

9.      Hinweise für eine Appendizitis sind:

 

1)     Druckschmerzen am Mc Burney - Punkt

2)     Durchfälle

3)     Loslaßschmerzen im linken Unterbauch

4)     Appetitverlust und Gewichtabnahme

5)     Lymphozytose

 

A)    1 + 2

B)    1 + 3

C)    3 + 5

D)    1 + 5

E)    2 + 4

 

 

10. Welche Symptome gehören zum frischen Herzinfarkt?

 

  1. Pulsunregelmäßigkeiten
  2. Bluterbrechen
  3. Brustschmerzen
  4. kalt-schweißige Haut
  5. Blutdruckabfall

 

A)    1 + 2 + 3

B)    4 + 5

C)    2 + 3 + 4

D)    1 + 3 + 4 + 5

E)    alle

 

 

11.  Zu den möglichen Ursachen einer Thrombose gehören

 

  1. lokale Unterkühlung
  2. ungewohnte Anstrengung, z.B. lange Märsche
  3. verlangsamte Blutströmung
  4. Vorliegen einer Polyzythaemia vera
  5. Gefäßwandveränderungen (Entzündungen, Sklerosierung)
  6. ausgeprägte Thrombopenie

 

A)    1 + 3 + 4 + 6

B)    2 + 4 + 5 + 6

C)    3 + 4 + 5

D)    1 + 4 + 6

E)    alle

 

 

12. Die chronisch lymphatische Leukämie

 

  1. beginnt zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr
  2. tritt vorwiegend im höheren Lebensalter auf
  3. fällt frühzeitig durch Lymphknotenschwellungen am Hals, axillär oder inguinal auf
  4. beginnt schleichend mit Schwäche, Gewichtsverlust und Druckgefühl im Oberbauch durch die Vergrößerung der Milz und später auch der Leber

 

A)    1 + 2 + 4

B)    1 + 2

C)    2 + 3

D)    3 + 4

E)    1 + 3 + 4

 

 

 

13.  Erlaubte Nährmittel bei der Sprue-Diät sind

 

1)     Haferflocken

2)     Grieß

3)     Reis

4)     Nudeln

5)     Stärkemehl

 

A)    1 + 2 + 4 + 5

B)    1 + 2 + 3

C)    1 + 3 + 5

D)    2 + 4

E)    3 + 5

 

 

14.  Die Resorptionsfähigkeit der Darmschleimhaut ist gehemmt bei

 

  1. Erkrankungen des Magens
  2. Erkrankungen von Leber und Gallenblase
  3. Sprue
  4. Morbus Crohn
  5. Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

 

A)    alle sind richtig

B)    1 + 3 + 4

C)    3 + 4 + 5

D)    2 + 4

E)    3 + 4

 

 

15. Welche subjektiven Beschwerden schildert ein Patient bei Obstipation?

 

1)     Halsschmerzen

2)     Kopfschmerzen

3)     Appetitlosigkeit

4)     Heißhunger

5)     Völlegefühl

 

A)    3 + 5

B)    nur  5

C)    2 + 3 + 5

D)    3 + 4 + 5

E)    alle können auftreten

 

 

16.  Ein Patient reagiert unmittelbar auf eine Penicillin-Injektion mit einem urtikariellen Hautausschlag. Welche Aussage/n trifft/treffen zu?

 

1)     Es liegt eine Allergie vom Soforttyp vor

2)     Es liegt eine Allergie vom Spättyp vor

3)     Penicillin wirkt als Allergen

4)     Penicillin wirkt als Antikörper

5)     Penicillin wirkt als Autoantikörper

 

A)    1 + 5

B)    2 + 4

C)    3 + 4

D)    2 + 5

E)    1 + 3

 

 

17.  Zeichen eines mechanischen Ileus sind

 

1)     blutig-wäßrige Stühle

2)     Erbrechen

3)     kolikartige Schmerzen

4)     Aszites

5)     undulierende (schwankende) Fiebertemperaturen

 

A)    2 + 3

B)    2 + 3 + 4

C)    2 + 3 + 5

D)    1 + 2 + 3 + 5

E)    alle

 

 

18.  Sie werden nachts zu einem Notfall gerufen. Der 68-jährige Patient klagt über heftige Schmerzen im Bereich des rechten Beines, die plötzlich eingesetzt haben. Der rechte Unterschenkel ist blaß und im Vergleich zum linken nicht geschwollen, jedoch deutlich kühler. Bei der orientierenden Untersuchung fällt zudem eine Pulslosigkeit der rechten A. tibialis posterior bei normalen Pulsen links auf.

 

Welche der folgenden Maßnahmen ist vor bzw. während des Transportes in die Klinik indiziert?

 

A)    intramuskuläre Injektion eines Analgetikums

B)    Tieflagerung  der erkrankten Extremität

C)    intraarterielle Injektion von Vasodilatantien

D)    intramuskuläre Injektion von Heparin

E)    Wärmung des rechten Beines (z.B. mit einem Heizkissen)

 

 

19.  Welche Aussage trifft nicht zu?

Symptome einer Hochdruckkrise sind außer plötzlicher Blutdruckerhöhung:

 

A)    Kopfschmerzen

B)    Brechreiz und Erbrechen

C)    Desorientiertheit

D)    Polyurie

E)    präkordiale Schmerzen

 

 

20.  Welches der folgenden Nahrungsmittel hat den höchsten Cholesteringehalt pro 100 g?

 

A)    Hühnerbrust

B)    Butter

C)    Rotbarschfilet

D)    Rinderfilet

E)    Eiklar

 

 

21. Ein Patient klagt über Schmerzen in den Waden bei raschem Gehen, die beim Stehenbleiben zurückgehen.

Welche einfachen Untersuchungsmethoden in der Allgemeinpraxis ist/sind  indiziert?

 

  1. Palpation der Fußpulse
  2. vergleichende Prüfung der Hauttemperatur an den Füßen
  3. Prüfung des Payr-Zeichens
  4. Dorsalflexion des Fußes zur Auslösung von Wadenschmerzen (Homann-Zeichen)
  5. Durchführung des Trendelenburg-Tests

 

A)    nur 1 ist richtig

B)    nur 1 und 2 sind richtig

C)    nur 1 und 4 sind richtig

D)    nur 3, 4 und 5 sind richtig

E)    alle sind richtig

 

 

 

22. Wichtige Zeichen der Rechtsherzinsuffizienz sind:

 

  1. Beinödeme
  2. Nykturie
  3. Aszites
  4. Einflußstauung der oberen Halsvenen
  5. periphere Zyanose

 

A)    nur 1 und 3 sind richtig

B)    nur 4 und 5 sind richtig

C)    nur 1, 4 und 5 sind richtig

D)    nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig

E)    1-5 = alle sind richtig

 

 

23. Bluterbrechen kann deuten auf:

 

  1. Magenulkus
  2. Ösophagusvarizen
  3. Nasenbluten
  4. mechanischen Ileus

 

A)    nur 2 ist richtig

B)    nur 1 und 2 sind richtig

C)    nur 1, 2 und 3 sind richtig

D)    nur 2, 3 und 4 sind richtig

E)    1 – 4 = alle sind richtig

 

 

24. Ein 56jähriger Patient kommt in Ihre Sprechstunde und berichtet über gelegentliche Blutauflagerungen im Stuhl.

 

Welche der folgenden Untersuchungsmethoden veranlassen Sie zuerst bzw. führen Sie zuerst durch?

 

A)    Hämokkulttest

B)    Kolonkontrasteinlauf

C)    digitale Rektumuntersuchung

D)    Koloskopie

E)    Rektoskopie

 

 

25.  Sie werden zu einem 42jährigen Patienten gerufen, der wegen chronischer Polyarthritis seit längerer Zeit in hausärztlicher wie rheumatologischer Behandlung steht. Er sei am Morgen beim Aufstehen aus dem Bett plötzlich in der Wohnung zusammengebrochen. Sie finden einen blassen Patienten vor: Blutdruck 100/80 mmHg, Pulsfrequenz 92/min. Auskultation und Perkussion über den Lungen unauffällig, Auskultation und Palpation im Bereich des Abdomens ebenfalls ohne pathologischen Befund. Bei der rektalen Untersuchung stellen Sie Teerstuhl fest.

Ursache der Blutung ist am wahrscheinlichsten:

 

A)    Läsion der Magenschleimhaut

B)    Ösophagusvarizen

C)    chronisch atrophische Autoimmungastritis

D)    Magenkarzinom

E)    Colitis ulcerosa

 

 

26. Welche Aussage trifft nicht zu?

 

Zur Beratung bei Patienten mit gastroösophagealer Refluxkrankheit gehören folgende Hinweise:

 

A)    häufige, kleinere anstelle seltener, voluminöser Mahlzeiten

B)    Verzicht auf Mahlzeiten kurz vor dem Schlafengehen

C)    viel Flüssigkeit trinken

D)    Meiden alkoholischer Getränke

E)    Oberkörperhochlagerung beim Schlafen

 

 

27. Ein Patient mit einer Polyzythämia vera kann folgende typischen Symptome bzw. Befunde zeigen:

 

  1. Kopfschmerzen
  2. Thrombosen
  3. Hämoglobin erhöht
  4. Milzschwellung
  5. Schwindel

 

A)    1 + 2 + 4

B)    1 + 3 + 4

C)    1 + 3 + 5

D)    3 + 4 + 5

E)    1-5 = alle sind richtig

 

 

28. Die chronisch myeloische Leukämie führt zu einer massiven Splenomegalie,

  weil

 die chronisch myeloische Leukämie zu einer ausgeprägten Thrombopenie

 führt.

 

A)    Aussage 1 richtig, Aussage 2 richtig, Verknüpfung richtig

B)    Aussage 1 richtig, Aussage 2 richtig, Verknüpfung falsch

C)    Aussage 1 richtig, Aussage 2 falsch

D)    Aussage 1 falsch, Aussage 2 richtig

E)    beide Aussagen falsch

 

 

29.  Eine 60jährige Frau erkrankt drei Tage nach einer Cholezystektomie akut an Luftnot und linksseitigen atemabhängigen Brustschmerzen.

 

Auch wenn sich klinisch keinerlei Zeichen einer Thrombose an den unteren Extremitäten finden lassen, besteht der dringende Verdacht auf eine Lungenembolie,

weil

der überwiegende Teil aller Lungenembolien aus den viszeralen Venengeflechten der inneren Organe stammt.

 

A)    Aussage 1 richtig, Aussage 2 richtig, Verknüpfung richtig

B)    Aussage 1 richtig, Aussage 2 richtig, Verknüpfung falsch

C)    Aussage 1 richtig, Aussage 2 falsch

D)    Aussage 1 falsch, Aussage 2 richtig

E)    beide Aussagen falsch

 

 

30. Die Zahl der Retikulozyten sagt etwas aus über die

 

A)    Regeneration der Erythropoese

B)    Zahl der pluripotenten Stammzellen im Knochenmark

C)    Funktionen der weißen Pulpa der Milz

D)    Phagozytosefähigkeit des retikuloendothelialen Systems

E)    Bildung der neutrophilen Granulozyten

 

 


 

Lösungen Übungsfragen Teil I

 

 


1.                 D

2.                 D

3.                 A

4.                 E

5.                 B

6.                 E

7.                 D

8.                 B

9.                 B

10.             D

11.             C

12.             C

13.             E

14.             E

15.             C

16.             E

17.             A

18.             B

19.             D

20.             B

21.             B

22.             E

23.             C

24.             C

25.             A

26.             C

27.             E

28.             B

29.             C

30.             A

 

 

 


 

 

Teil II: 30 Fragen zu den Themen:

 Niere / Bewegungsapparat / Haut / Nervensystem / Psychiatrie

             mit nachfolgenden Lösungen

 

 

 

 

 

 


31. Die Kartoffel-Ei-Diät findet Anwendung bei

 

A)     Erkrankung der Leber, z.B. Hepatitis

B)    Durchfällen als Aufbaunahrung

C)    Chronischer Niereninsuffizienz

D)    Herzinsuffizienz

E)      Diabetes mellitus

 

 

32. Welche Aussagen zur Pyelonephritis treffen zu?

 

  1. Es handelt sich um ein immunologisch-allergisches Geschehen an den Nephronen besonders nach extrarenaler Streptokokken-Infektion.
  1. Die Pyelonephritis kann hämatogen und ascendierend über die Harnwege entstehen.
  1. Sie geht immer mit einer Zystitis einher.
  2. Ödeme und Hypertonie sind wichtige Symptome.
  3. Sie ist eine bakterielle Entzündung in erster Linie des Niereninterstitiums und des Nierenkelchsystems.

 

A)     3 + 4 + 5

B)    2 + 5

C)    1 + 4

D)    1 + 5

E)     alle Aussagen sind richtig

 

 

33. Jeder Wirbel hat

 

A)     2 Dornfortsätze, 1 Querfortsatz, 4 Gelenkfortsätze

B)    1 Dornfortsatz, 2 Querfortsätze, 4 Gelenkfortsätze

C)    1 Dornfortsatz, 2 Querfortsätze, 2 Gelenkfortsätze

D)     2 Dornfortsätze, 2 Querfortsätze, 4 Gelenkfortsätze

E)      1 Dornfortsatz, 2 Rippenfortsätze, 6 Gelenkflächen

 

 

34. Ordnen Sie die aufgeführten Begriffe beiden Listen einander zu und kreuzen Sie die richtige Kombinationsaussage an:

 

Liste 1

a)     Primärharn

b)     Sekundärharn

c)      Nierendurchblutung

 

Liste 2

1)     1.500-1.700 ml/Tag

2)     170-180 l/Tag

3)     1.500-1.700 l/Tag

 

A)     a1, b2, c3

B)    b1, a2, c3

C)    a3, b1, c2

D)    a1, b3, c2

E)     c1, b2, a3

 

 

35. Unkontrollierte Langzeitbehandlung mit Diuretika kann zu einem Kaliummangel führen. Als mögliche Folgen kommen in Frage:

 

1 )     Durchfälle (verstärkte Magen-Darm-Peristaltik)

2 )     erhöhter Muskeltonus, gesteigerte Reflexe

3 )     Herzrhythmusstörungen

4 )     Auffällige Digitalisüberempfindlichkeit

5 ) Magen-Darm-Atonie

 

A)     1 + 2 + 3 + 4

B)    3 + 5

C)    3 + 4 + 5

D)    1 + 2 + 3

E)     alle sind richtig

 

 

36. Zur Hämaturie können folgende Krankheiten führen:

 

1 )     Hämorrhagische Diathese

2 )     Nierentumoren

3 )     Nebennierentumoren

4 )     Gonorrhoe (Tripper)

5 ) Nierentuberkulose

 

A)     1 + 2

B)    1 + 2 + 4

C)    2 + 3 + 5

D)    1 + 2 + 5

E)     alle sind richtig

 

 

37. Gefürchtete Komplikation/en bei Verbrennungen ist/sind

 

1)     Ulcus cruris

2)     Tetanus

3)     Erysipel

4)     Sepsis

5)     Exsikkose

 

A)     alle sind richtig

B)    3 + 4 + 5

C)    2 + 3 + 5

D)    1 + 3 + 4 + 5

E)     2 + 3 + 4 + 5

 

 

38. Ein Gichtkranker sollte nicht essen

 

1 )     Früchte

2 )     Leber

3 )     Eier

4 )     Quark

5 ) Hirn

 

A)     1 + 4

B)    1 + 3 + 4

C)    2 + 5

D)   2 + 3 + 5

E)    nur 2

 

 

39. Eine einseitige periphere Facialislähmung kann zu folgenden Symptomen führen

 

1 )     die Stirn kann beiderseits gerunzelt werden

2 )     der Mund ist nach der gesunden Seite hin verzogen

3 )     der Augenschluß ist auf der gesunden Seite unvollständig

4 )     Anisocorie (seitenungleiche Pupillenweitung)

5 ) der Mund ist nach der kranken Seite hin verzogen

 

A)     nur 2

B)    nur 5

C)    2 + 4

D)    3 + 5

E)    1 + 2 + 4

 

 

40.  Eine sensorische Aphasie bedeutet

 

A)     erhaltenes Sprachverständnis , Spontansprechen und Nachsprechen sind gestört

B)    Stimmlosigkeit, Fehlen des Stimmklanges

C)   ungestörte Spontansprache, aber Sprachverständnis ist erschwert bzw. aufgehoben

D)   Lähmung des Masseter-Muskels

E)    Heiserkeit

 

 

41. Welches der folgenden Symptome ist atypisch für eine Hirndrucksteigerung?

 

A)     pathologischer Schellong-Test

B)    Bradykardie

C)    lichtstarre Pupillen

D)    zuerst steigender, dann sinkender Blutdruck

E)     Muskelatrophie

 

 

42. Die periphere motorische Lähmung ist gekennzeichnet durch

 

1. gesteigerte Reflexe

2. spastische Erhöhung des Muskeltonus

3. fehlende Reflexe

4. Hypotonie der Muskulatur

5. Muskelatrophie

 

A)    1 + 2 + 5

B)    1 + 2

C)    2 + 3

D)    3 + 5

E)     3 + 4 + 5

 

 

43. Herr Ernst M. sieht seine Nachbarn miteinander reden und ist plötzlich der Überzeugung, daß die beiden ihn umbringen wollen.

Welche Störung/en hat Herr M.?

 

1 )     eine inhaltliche Denkstörung

2 )     eine formale Denkstörung

3 )     eine affektive Störung

4 )     einen Beziehungswahn

5 ) eine Zwangsneurose

 

A)    alle sind richtig

B)    1 + 4 + 5

C)    1 + 4

D)    2 + 5

E)     1 + 3

 

 

44. Ein 50-jähriger Patient mit einer dekompensierten Herzerkrankungen benimmt sich wie ein Kind. Er näßt ein, läßt sich füttern und redet die Pflegeperson mit „Mama“ an und hat Angst vor einem dunklen Mann. Der Patient leidet an

 

A)    einer Bewußtseintrübung

B)    einem Durchgangssyndrom

C)    einem Zerfall seiner Denkleistung

D)    einem organischen Defektsyndrom

E)     einer endogenen schizoiden Psychose

 

 

45. Wann ist die Suizidgefahr bei einem Patienten mit einer Krankheit der depressiven und manischen Psychosen (endogene Psychosen) am größten?

 

1 )     zu Beginn der depressiven Phase

2 )     am Tiefpunkt der depressiven Phase

3 )     beim Abklingen der depressiven Phase

4 )     in der manischen Phase

 

A)    1 + 3

B)    nur 2

C)    nur 3

D)     1 + 4

E)     die Suizidgefahr ist immer gleich groß

 

 

46. Die Gürtelrose

 

1 )     kommt bei Männern ca 10% häufiger als bei Frauen vor

2 )     ist eine neurocutane Erkrankung durch säurefeste Stäbchen

3 )     befällt das Ausbreitungsgebiet eines oder mehrerer Hirnnerven oder Spinalganglien

4 )     ist die Zweitmanifestation der Herpes zoster – Virenerkrankung in einem teilimmunen Organismus nach Verschiebung des immunologischen Gleichgewichts

5) ist charakterisiert durch das stets doppelseitige Auftreten von Bläschen im Versorgungsgebiet von Hirnnerven oder Spinalganglien (daher der Name Gürtelrose)

 

A)    1 + 5

B)    2 + 4

C)    3 + 4

D)    2 + 5

E)     1 + 4

 

 

47. Das endogene Ekzem (Neurodermitis)

 

1 )     kommt oft schon im Säuglingsalter als sogenannter Milchschorf vor

2 )     steht im Zusammenhang mit der Aufnahme von Milchprodukten

3 )     ist völlig harmlos und zeigt keine Komplikationen

4 )     zeigt eine Vielgestaltigkeit (Polymorphie) der Effloreszenzen

 

A)    1 + 3

B)    1 + 4

C)    2 + 3

D)    3 + 4

E)     keine Aussage ist richtig

 

 

48. Typisches Symptom der Psoriasis ist

 

A)    der starke Juckreiz

B)    Rötung und Schwellung

C)    die silberweiße Schuppung

D)    die umschriebene Pigmentierung

E)     die honiggelben Krusten

 

 

49. Eine 30jährige Patientin bekommt während einer Auseinandersetzung mit ihrem Partner Atemnot, Erstickungsangst, Parästhesien und tonische Krämpfe an Armen und Beinen. Die Patientin atmet tief mit karpfenartiger Mundstellung und ist etwas blaß im Gesicht. Auf ihrer Stirn stehen Schweißtropfen.

Wie lautet die wahrscheinlichste Verdachtsdiagnose?

 

A)    kataleptischer Anfall

B)    akute Psychose

C)    Hyperventilationssyndrom

D)    Asthma-Anfall

E)    Epilepsie

 

 

50. Bei einem 7jährigen Kind, das eine Kanne mit heißem Wasser umgestoßen und sich dabei an den Füßen eine Verbrennung 1. bis 2. Grades zugezogen hat, ist folgende Erstmaßnahme erforderlich:

 

A)    Auftragen einer Brandsalbe

B)    Puderverbrand

C)    Kühlen der Füße unter kaltem Wasser

D)    Auftragen von Salatöl

E)     Einreiben der Brandstellen mit Hühnereiweiß

 

 

51. Ein Patient klagt über Schmerzen am rechten Ellenbogen.

Am rechten Epicondylus humeri lateralis besteht ein lokaler Druckschmerz.

Die Supination gegen Widerstand ist schmerzhaft.

Welche Diagnose trifft am ehesten zu?

 

A)    Epicondylitis humeri radialis

B)    Bursitis olecrani

C)    Neuralgie des N. radialis

D)    Arthritis des Ellenbogengelenks

E)     allergisches Rheumatoid

 

 

52. Welche Aussage trifft nicht zu?

Typisch für die Spondylitis ankylopoetika (M. Bechterew) ist:

 

A)    Erkrankungsbeginn vor dem 4.Lebensjahrzehnt

B)    anfänglich frühmorgens Steifigkeitsgefühl im Rücken

C)    Druckschmerz im Bereich der Iliosakralgelenke

D)    multiple Rheuma-Knoten

E)     Nachweis von HLA-B27

 

 

53. Ihr 37jähriger Patient führt seit einem Jahr in der Autofabrik wiederholt einseitige Einstellarbeiten aus. Vorher hatte er 15 Jahre als Gußputzer in einer Eisengießerei und 6 Jahre im Straßenbau gearbeitet.

 

Beim Bewegen der Arbeitshand sei es seit Tagen zunehmend zu Schmerzen an der Innenseite des rechten Unterarms gekommen.

Bei der Untersuchung findet sich an der Radialseite distal eine Anschwellung und Druckempfindlichkeit, sowie ein „Knirschen“, wenn Sie Ihre Hand auf die druckempfindliche Stelle legen und der Patient die Faust schließt bzw. öffnet.

 

Welche Diagnose trifft am ehesten zu?

 

A)    vibrationsbedingtes vasospastisches Syndrom

B)    chronische Bleivergiftung

C)    akute Tendovaginitis (crepitans)

D)    degenerative Spätveränderungen an Ellbogen- und Handgelenken aufgrund der Gußputzertätigkeit

E)    Epicondylitis radialis

 

 

54. Welche der genannten Beschwerden kommen als „somatisierte“ Beschwerden bei larvierten Deprssionen vor?

 

1)     Kopfschmerzen

2)     Schlafstörungen

3)     Herzbeschwerden

4)     Magen-Darm-Beschwerden

 

A)    nur 1 und 2 sind richtig

B)    nur 1 und 3 sind richtig

C)    nur 1 und 4 sind richtig

D)    1,2 und 3 sind richtig

E)    1 – 4 = alle sind richtig

 

 

55. Eine 43jährige Patientin bemerkt beim morgendlichen Erwachen eine Lähmung der mimischen Muskulatur einer gesamten Gesichtshälfte ohne weitere motorische Ausfälle.

Es handelt sich am wahrscheinlichsten um:

 

A)    Hirnmassenblutung

B)    subakutes hypoglykämisches Koma

C)    idiopathische Fazialisparese

D)    embolischer Verschluß der Arteria cerebri media

E)    thrombotischer Verschluß der Arteria cerebri media

 

 

56. Mittelstrahlurin ist zur Diagnose eines Harnwegsinfektes beim Manne nicht zu verwenden,

weil

nur durch einen Katheterurin eventuell in der Blase vorhandene Bakterien gefunden werden können.

 

A)    Aussage 1 richtig, Aussage 2 richtig, Verknüpfung richtig

B)    Aussage 1 richtig, Aussage 2 richtig, Verknüpfung falsch

C)    Aussage 1 richtig, Aussage 2 falsch

D)   Aussage 1 falsch, Aussage 2 richtig

E)    beide Aussagen falsch

 

 

57. Welche Aussage trifft nicht zu?

Für das nephrotische Syndrom sind typisch:

 

A)    Hyperlipidämie

B)    Ödeme

C)    Hypotonie

D)    große Proteinurie

E)     Thromboseneigung

 

 

58. Eine 28jährige Frau klagt über einen juckenden, papulösen Hautausschlag, der die Interdigitalfalten der Hände, die Beugeseiten der Handgelenke, die Brustwarzenbereiche und die Genitalregion befallen hat. Der Juckreiz ist nachts besonders stark. Ihr Ehemann und eines ihrer Kinder, ein 6jähriger Knabe, klagen über ähnliche Symptome.

Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?

 

A)    Gebrauch eines neuen Waschmittels

B)    Varizellen

C)    Erdbeerallergie

D)    Skabies (Krätze)

E)    endogenes Ekzem

 

 

59. Welche Aussage trifft nicht zu?

Zur Diagnose akute allergische Kontaktdermatitis passen:

 

A)    Nässen des Ekzems

B)    scharfe Begrenzung der veränderten Hautstelle(n)

C)    ödematöse Hautschwellung

D)    Bläschenbildung

E)    Fehlen von Streuherden

 

 

60. Der akute Schub einer rheumatoiden Arthritis sollte unbedingt mit Massagen behandelt werden,

weil

die krankhaften Prozesse sich bei rheumatischer Arthritis hauptsächlich an der Muskulatur abspielen.

 

A)    Aussage 1 richtig, Aussage 2 richtig, Verknüpfung richtig

B)    Aussage 1 richtig, Aussage 2 richtig, Verknüpfung falsch

C)    Aussage 1 richtig, Aussage 2 falsch

D)    Aussage 1 falsch, Aussage 2 richtig

E)    beide Aussagen falsch

 

 


 

Lösungen Übungsfragen Teil II

 

 

 


31. C

32. B

33. B

34.  B

35. C

36. D

37. E

38. C

39. A

40. C

41. A

42. E

43. C

44. B

45. A

46. C

47. B

48. C

49. C

50. C

51. A

52. D

53. C

54. E

55. C

56.E

57.C

58.D

59.E

60.E

 

 


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